AKTE UND BLUMENSCHICKSALE
NEUE BÖCKSTIEGEL-AUSSTELLUNG
Was haben Akte und Blumen gemeinsam? Peter August Böckstiegel! Diese durchaus überraschende Erkenntnis verdankt sich einer neuen Ausstellung im Museum Peter August Böckstiegel, die noch bis zum 17. Mai 2026 in Werther zu sehen ist.
Die Ausstellung widmet sich zum ersten Mal zwei ganz unterschiedlichen Werkgruppen im Schaffen von Peter August Böckstiegel, den Aktdarstellungen und Blumenstillleben. Während man letztere wie selbstverständlich mit dem Œuvre des Künstlers verbindet, mag die Darstellung weiblicher und männlicher Akte etwas verwundern, scheint sie doch nicht so leicht mit Böckstiegels Beschäftigung mit dem bäuerlichen Leben vereinbar. Doch tatsächlich zieht sich das Thema durch Böckstiegels Werk, von frühen anatomischen Studien bis hin zu intimen Darstellungen seiner Ehefrau.
Blumenstillleben, die überwiegend in Werther entstanden, sind für den Künstler zeitlebens von Bedeutung: „Die Blumen des Gartens und Feldes (…) entsprechen in ihrer einfachen, großen Form und starken Farbigkeit dem bäuerlichen, erdverbundenen Wesen, also dem, dem ich entstamme und darum Ausdruck geben muss.“ Vorbilder fand er in Emil Nolde und Lovis Corinth.
Die Ausstellung zeigt rund 70 Werke des Künstlers – Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Plastiken aus dem Bestand der Peter-August-Böckstiegel-Stiftung, aus öffentlichen und privaten Sammlungen. Viele davon sind zum ersten Mal oder seit langer Zeit zum ersten Mal zu sehen. Infos: museumpab.de
Fotos liegen vor
Peter August Böckstiegel, Sonnenblumen, 1932, Öl auf Leinwand, 120,5 × 100 cm, Privatbesitz
Peter August Böckstiegel, Blühender Kaktus, um 1927, Öl auf Leinwand, 100 × 91 cm, Kunstgeschichtliches Seminar und Kunstsammlung der Georg- August-Universität Göttingen
Peter August Böckstiegel, Akt im Freien, 1914, Öl und Deckfarben auf Papier, 61 × 49 cm, Kunsthalle Bielefeld





