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Stadt Halle

VERKAUF AN GEMEINNÜTZIGEN VEREIN

FRISCHE PLÄNE FÜR HAUS BRUNE

Schöne Bescherung für Haus Brune! Einen Tag vor Heiligabend hat die Stadt Halle den Verkauf der historischen Immobilie an den Verein Odilia – Gemeinschaft mit seelenpflege-bedürftigen Menschen bekannt gegeben. Odilia möchte das denkmalgeschützte Gebäude mit neuem Leben füllen. Neben inklusiven Wohn- und Begegnungsangeboten ist auch ein Café-Betrieb möglich.
Bürgermeister Thomas Tappe betonte die Bedeutung des Verkaufs für die Stadt. „Haus Brune wird wieder zu einem Glanzpunkt in der Innenstadt und einen wichtigen Beitrag zur Belebung des Stadtkerns leisten.“ Der Rat der Stadt hatte dem Verkauf in nichtöffentlicher Sitzung einstimmig zugestimmt.
Der gemeinnützige Verein plant, Haus Brune künftig als inklusiven Wohn- und Begegnungsort zu nutzen. Geschäftsführer Rainer Pfeifer berichtete, dass viele junge Menschen nach Abschluss ihrer Ausbildung die bisherigen Wohnangebote verlassen müssten, aber gerne in Halle bleiben würden. Gleichzeitig fehle es an bezahlbarem Wohnraum mit begleitender Unterstützung. In Halle-Gartnisch hat Odilia bereits vor zwei Jahren zwei Häuser mit einem solchen Konzept realisiert, die Wohnungen sind laut Pfeifer aber langfristig vergeben. „Haus Brune hat daher früh unser Interesse geweckt“, so Pfeifer.
Geplant sind insgesamt zwölf Wohneinheiten. Dafür soll im rückwärtigen Bereich des Grundstücks ein nicht denkmalgeschützter Gebäudeteil abgerissen und durch einen Neubau mit Aufzug ersetzt werden. 
Neben dem Wohnen ist auch eine gastronomische Nutzung vorgesehen. Hier hat es bereits Gespräche mit der evangelischen Kirchengemeinde gegeben. Denkbar sei ein gemeinsamer Cafébetrieb, möglicherweise mit eigener Rösterei und Werkstatt. 
Karl-Heinz Wöstmann, Mitglied des Vorstands von Odilia, bezeichnete das Vorhaben als gute Lösung für alle Beteiligten. „Haus Brune soll eine Begegnungsstätte für alle Bürgerinnen und Bürger werden. Die Bewohnerinnen und Bewohner sollen aktiv in das Konzept eingebunden werden, um Teilhabe und Integration zu fördern.“
Vorstandsmitglied Wolfgang Otterpohl verwies darauf, dass nur der Abriss und Neubau im rückwärtigen Bereich die Möglichkeit zu diesem Konzept eröffneten. „Ein Leitprojekt des Vereins in Wuppertal zeigt, dass Odilia in der Lage ist, anspruchsvolle Vorhaben dieser Art erfolgreich umzusetzen“, so Otterpohl.