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jenny@dein-teuto.de

DER AUFREGER DES MONATS FEBRUAR

Es ist ja ziemlich einfach, sich über Bürokratie aufzuregen. Viele Auflagen sind jedoch zumindest nachvollziehbar. Dennoch gibt es immer wieder Fälle, bei denen man sich mehr Augenmaß wünscht – wie beim Umgang des Veterinäramtes des Kreis Gütersloh mit den Aktiven der Foodsharing-Gruppe. Ende Dezember teilte diese frustriert mit, ihr Engagement im Kreis künftig einzustellen. Rund 150 Ehrenamtler hatten jahrelang Lebensmittel gerettet – dafür gab es Kooperationen mit 20 Betrieben. Privat verteilt wurden mit Obst, Gemüse, Molkereiprodukten und Backwaren keine hygie-nisch riskanten Lebensmittel. Anlass für den Schritt waren festge-stellte Mängel bei einer Routine-Kontrolle, die in schärfere Aufla-gen mündeten. Die Lebensmittelretter sollten einen Verein grün-den oder jeden Engagierten als Einzelunternehmer registrieren. Warum aber so harte, ungewöhnliche Bandagen? Ehrenamtliche Lebensmittelretter sind keine Unternehmer und sollten auch nicht so behandelt werden. Wie schön wäre doch ein Amt, das Engage-ment ermuntert – und es zugleich kritisch begleitet. Warum soll beides nicht möglich sein?