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ERZWUNGENER LEERSTAND

AUFREGER DES MONATS JUNI

Sicher, eine umfassende Planung ist Voraussetzung für nachhaltig erfolgreiche Projekte. Doch der drohende Stillstand auf dem Grundstück des ehemaligen Hammer-Marktes in Halle offenbart einmal mehr die mit Planungsprozessen verbundenen Risiken. Ein eng gefasster Bebauungsplan, für den es seinerzeit gute Gründe gab, bremst in diesem Fall mögliche Nachfolgeprojekte aus. Zwar lässt sich der Bebauungsplan ändern, doch das kann sich in die Länge ziehen. So kann Halle in den zweifelhaften Genuss eines weiteren brach liegenden Grundstücks kommen – das Borgers-Gelände im Zentrum und das Edeka-Gelände am Klingenhagen lassen grüßen. Es muss doch möglich sein – beispielsweise mit Beschleunigungsagenturen – kommunale Planungen zu erleichtern und Prozesse zu beschleunigen, ohne dass man gleich sämtliche Abstimmungswege in Frage stellt. Und könnten nicht auch Zwischennutzungen Abhilfe schaffen? Was mit ziemlicher Sicherheit nicht funktionieren wird: Darauf warten, dass ein nächster Baumarkt vom Himmel fällt.