MAUERN, DIE GESCHICHTE(N) ATMEN
ALTE LEDERFABRIK HALLE
Kunst, Kultur und Kreativität auf 9.000 Quadratmetern laden in der „Alten Lederfabrik“ in Halle (Westf.) zu einer Auszeit vom Alltag ein. Ob Kunstkenner oder interessierter Neuling: Bei rund 50 Ateliers, Galerien und mehr kommt jeder auf seine Kosten!
Kopf ausschalten und Zeit mitbringen: Wenn Ihr das Kunst- und Kulturzentrum „Alte Lederfabrik“ selbst entdecken möchtet, solltet Ihr diese Tipps unbedingt beherzigen. Dann nämlich ziehen die historischen Gemäuer und die Eindrücke, die sich in jeder Ecke und hinter jeder Tür verbergen, Euch zwangsläufig in ihren Bann. Die Gelegenheiten für einen Besuch sind vielfältig: Sie reichen vom Erkunden auf eigene Faust über individuelle Ausstellungen bis hin zu großen Veranstaltungen, die sich längst zu wahren Publikumsmagneten entwickelt haben. Immer inklusive ist die spürbare Leidenschaft, mit der Leiterin Sandra Fehrenkötter die kreative Vision ihres Vaters Jens Michael Güttgemanns fortführt. Aus dem einstigen Ort der industriellen Lederproduktion ist ein lebendiger Treffpunkt für Künstler und Kunstbegeisterte geworden – und ganz sicher auch für die, deren Begeisterung erst noch geweckt werden möchte!
Jeweils montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr steht die „Flurgalerie“ allen offen, die sich von der einzigartigen Kombination aus Kunst und Industriegeschichte inspirieren lassen möchten. Bei einem Rundgang durch die weitläufigen Flure präsentieren sich regelmäßig wechselnde Werke der hier ansässigen Künstler: Malerei, Fotografie, Skulpturen und experimentelle Kunstformen verschmelzen mit dem besonderen Charme der „Alten Lederfabrik“ zu einem stimmigen Gesamtkunstwerk. Auf der rot markierten Route über drei Etagen lässt sich die Welt wunderbar für eine Weile vergessen!
Doch Kunst wird hier nicht nur ausgestellt, sondern auch direkt vor Ort geschaffen. Auf dem samstäglichen „ArtWalk“, immer zwischen 11 und 16 Uhr, können die Besucher das Konzept der lebendigen Kunst aus nächster Nähe erfahren. Unter dem Motto „Kunst erleben. Künstlern begegnen“ öffnen die Ateliers ihre Türen. Viele Künstler lassen sich über die Schulter schauen und stehen gern für einen persönlichen Austausch zur Verfügung. Der Eintritt ist frei und die Atmosphäre eindrucksvoll: deinTEUTO nimmt Euch schon bald mit auf dieses Highlight.
Neben Einzelausstellungen und Terminen, die auf der Website der „Alten Lederfabrik“ ersichtlich sind, bieten auch die regelmäßig stattfindenden großen Veranstaltungen den perfekten Rahmen für einen Besuch. Im April stehen gleich zwei Events zur Auswahl. Vom 10. bis zum 12. April beteiligt sich eine Auswahl der hiesigen Künstler an den „Europäischen Kunsthandwerkstagen“. Mit dabei sind Anastasia Buller, Karena Collet, das Atelier Nicola Steffen und Peter Lorenz, das Atelier Sylvia Middel und Klaus Seliger, Frank Schmidts und Christoph Kasper, beide auch mit der „Art64 Produzentengalerie“, Christine Klatt, Sieghard Watzke, Anja Wallmichrath und Dirk Groß – Galerie und Rahmenwerkstatt. Weitere Teilnehmende und die Öffnungszeiten werden zu gegebener Zeit auf der Website zu finden sein. Am 25. und 26. April, jeweils von 11 bis 18 Uhr, folgt mit dem „Frühlingserwachen“ bereits der nächste Glanzpunkt. Kunst, Handwerk, Kulinarik und Musik sowie verschiedene Aktionen für Kinder sorgen in und an der „Alten Lederfabrik“ für Genussmomente aller Art. Schon jetzt steht außerdem der Termin für die nächste „Unikat“ fest: Den beliebten Markt für Kunst, Handwerk und Design am 14. und 15. November solltet Ihr Euch unbedingt vormerken.
Ob „Flurgalerie“ oder Veranstaltung, Hobbykünstler oder Städtische Galerie Halle, Malerei, Fotografie, Metall, Holz oder Möbel, TeeWiese oder Wine & Spirits: Die „Alte Lederfabrik“ weiß mit Vielfalt ebenso zu überzeugen wie mit einer kreativen Energie, die ihresgleichen sucht. Die gute Nachricht: Ein Besuch lohnt sich immer. Die „schlechte“: Ein einziger Besuch wird nicht ausreichen!
Anekdote Frau Fehrenkötter:
Schlüsselerlebnisse
Für meinen Vater war die „Alte Lederfabrik“ etwas sehr Persönliches. Deshalb und weil sie langsam gewachsen ist, kannte er alle Mieter und ihre Räume sozusagen im Schlaf. Die Ersatzschlüssel in seinem Kasten beschriftete er also einfach nur mit ihren Namen. Als ich die Verwaltung übernahm, war es dann eine echte Aufgabe, herauszufinden, welcher Schlüssel zu welchem Raum gehörte!





