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TILLA UND DER TRAURIGE HAMSTER

Im grünen Herzen des Teutoburger Wald flatterte Tilla, die Teuto-Fee, fröhlich zwischen den Bäumen umher. Ihr Feenstab funkelte im Sonnenlicht, und silberner Feenstaub glitzerte hinter ihr wie eine kleine Wolke.

Als sie an einer Lichtung vorbeikam, hörte sie ein seltsames Schmatzen.

„Mampf, mampf, mampf!“

Neugierig flog Tilla näher heran. Dort saß ein kleiner Hamster auf einem Baumstumpf. Seine Backen waren prall gefüllt, und um ihn herum lagen Bonbonpapier, Schokoladenreste und mehrere leere Limonadenflaschen.

„Guten Tag!“, sagte Tilla freundlich. „Was isst du denn da alles?“

Der Hamster schluckte hastig. „Bonbons, Schokolade, Karamell, Gummibärchen – und dazu Limonade! Das schmeckt einfach wunderbar!“

Tilla wurde besorgt. „Das ist aber sehr viel Süßes. Geht es dir denn gut?“

Der Hamster schaute verlegen auf den Boden.

„Nicht immer“, gab er zu. „Manchmal habe ich Bauchschmerzen. Und oft bin ich müde. Meine Zähne tun auch manchmal weh.“

Tilla setzte sich neben ihn. „Das klingt nicht besonders schön. Sag mal, wann isst du denn am liebsten Süßigkeiten?“

Der Hamster dachte kurz nach.

„Eigentlich immer, wenn ich traurig bin.“

„Traurig?“, fragte Tilla sanft.

Der Hamster nickte. „Ich habe keine Freunde. Oft sitze ich allein hier im Wald. Dann esse ich Süßigkeiten, damit ich mich besser fühle.“

Tilla überlegte einen Moment. Dann lächelte sie.

„Vielleicht habe ich eine bessere Idee.“

Sie schwang ihren Feenstab durch die Luft. Goldener Feenstaub wirbelte zwischen den Bäumen hindurch und trug eine Einladung durch den Wald.

Kurz darauf kamen ein Eichhörnchen, ein Kaninchen, ein Igel und einige Waldmäuse neugierig zur Lichtung.

„Das ist Hannes Hamster“, stellte Tilla vor. „Er fühlt sich oft allein.“

Die Tiere begrüßten ihn freundlich.

„Wir treffen uns jeden Nachmittag hier“, erklärte das Eichhörnchen. „Wir sammeln Nüsse, Beeren und Pflanzen und erzählen uns dabei Geschichten.“

„Manchmal spielen wir auch zusammen“, ergänzte das Kaninchen.

Der Hamster staunte. „Wirklich? Darf ich mitmachen?“

„Natürlich!“, riefen die Tiere gleichzeitig.

Von diesem Tag an kam Hannes regelmäßig zu den Treffen. Gemeinsam knackten sie Nüsse, knabberten Kräuter und tauschten Erlebnisse aus. Je besser er die anderen kennenlernte, desto seltener dachte er an Bonbons und Limonade.

Natürlich aß er hin und wieder noch etwas Süßes. Aber nun wusste er, dass es viele andere Dinge gab, die ebenfalls glücklich machten: Freundschaft, Gespräche und gemeinsame Abenteuer.